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Alchemie
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Als Alchemie oder Alchimie (auch Alchymie; griechisch-arabisch-mittellateinisch alkimia, neulateinisch alchymia, auch mittellateinisch Alchimia, frĂŒhneuhochdeutsch alchimei, alchemeycite-ref-1[1]cite-ref-2[2]) bezeichnet man in der Geschichte der Chemie frĂŒhe VorlĂ€ufer der heutigen Wissenschaft. Der Begriff bezeichnet ab dem 1./2. Jahrhundert die Lehre von den Eigenschaften der Stoffe und ihren Reaktionen.cite-ref-3[3]

Die Alchemie ist ein alter Zweig der Naturphilosophie und wurde im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts von der modernen Chemie und der Pharmakologie begrifflich abgetrenntcite-ref-4[4] und im 19. Jahrhundertcite-ref-5[5] schließlich durch diese FĂ€cher ersetzt.cite-ref-6[6]

Oft wird angenommen, die „Herstellung“ von Gold (Goldsynthese) sei das einzige Ziel der Alchemisten und die Alchemie vor allem eine Goldmacherkunstcite-ref-7[7] gewesen. Das Spektrum der Alchemisten reicht aber von praktischen frĂŒhen Chemikern, Herstellern von Schießpulvercite-ref-8[8] und Pharmazeuten, frĂŒhen Vorstellungen ĂŒber den Aufbau der Materie, wozu auch die (durch den sogenannten Stein der Weisen zu erzielende) Umwandelbarkeit (Transmutation) von Metallen und anderen Elementen oder Mineralien bzw. Salzencite-ref-9[9] gehörte, ĂŒber stark mythisch gefĂ€rbte Spekulationen mit Ideen ĂŒber eine gleichzeitige Wandlung des Adepten, die in neuerer Zeit zum Beispiel das Interesse des Tiefenpsychologen Carl Gustav Jung fanden, bis zu den „Goldmachern“.

Contents

‱ Rebis
‱ Spagyrik
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Etymologie und Herkunft

Die Ă€ltesten bekannten Aufzeichnungen ĂŒber die Alchemie, insbesondere die Tabula Smaragdina, stammen aus dem alten Ägypten und dem hellenistischen Griechenland.cite-ref-10[10] Da diese zunĂ€chst ausschließlich ĂŒber die arabische Welt nach Europa gelangten, stammt das Wort Alchemie (ĂŒber mittellateinisch alchemiacite-ref-11[11] und alkimia, französisch-spanisch vermittelt und eingebĂŒrgert seit dem 14. Jahrhundertcite-ref-12[12]) vermutlich von arabisch Ű§Ù„ŰźÙŠÙ…ÙŠŰ§ŰĄ / al-ឫīmiyāʟ oder Ű§Ù„ÙƒÙŠÙ…ÙŠŰ§ŰĄ / al-kÄ«miyāʟ ab, das wiederum wahrscheinlich seinen Ursprung im Griechischen hat: eventuell Ï‡Ï…ÎŒÎ”ÎŻÎ± chymeĂ­a fĂŒr „Metallverwandlung“, „Guss“, mittelgriechische Aussprache chimĂ­a, auch Ï‡Î·ÎŒÎ”ÎŻÎ± chēmeĂ­acite-ref-13[13] oder auch χυΌός chymos fĂŒr „FlĂŒssigkeit“. Die Bedeutung des Wortes ist nicht sicher geklĂ€rt und die möglichen Auslegungen sind vielfĂ€ltig.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15] Paracelsus und Georg Agricola verwendeten die Worte chymia fĂŒr Alchemie bzw. chymista fĂŒr den Alchemisten.

Nach Ă€lteren Annahmen sei Alchemie nicht als „Lehre des Gießens“, sondern als „Kunst der Ägypter“ ĂŒbersetzen und wĂ€re aus koptisch/altĂ€gyptisch kĂȘmi „schwarz[e Erden]“ (vergleiche hierzu auch Kemet) herzuleiten.cite-ref-16[16] Im 18. Jahrhundert publizierte Zedlers Universallexikon noch, dass Alchemie von arabisch al und chama stamme und daher als „durch das Feuer erforscht“ ĂŒbersetzt werden könne.cite-ref-17[17]

Die Tabula Smaragdina war das grundlegende Buch der (abendlĂ€ndischen) Alchemisten. Sie ist eine dem Hermes Trismegistos zugeschriebene, ursprĂŒnglich wohl griechische, spĂ€ter in lateinischer Fassung verbreitete Sammlung von wenigen, schwer verstĂ€ndlichen und auslegungsbedĂŒrftigen SĂ€tzen, in denen die gesamte Weltweisheit enthalten sein soll. Der in der Alchemie verwendete Destillierapparat, eine Grundlage der abendlĂ€ndischen Alchemie, wird darin als Miniatur-Kosmos dargestellt, in dem Substanzen (bei der RĂŒckfluss-Destillation) zunĂ€chst von der „Erde“ zum „Himmel“ (a terra ad coelum) aufsteigen. In alchemistischer Literatur wurde der Vorgang der Destillation und Sublimation etwa als Flug der Seele aus dem Körper und ihre RĂŒckkehr in ihn, gelegentlich auch als Uroboros, dargestellt, die sich verschlingende und sich selbst erneuernde Schlange (Symbol fĂŒr Tod und Wiedergeburt als kreisförmiger Prozess).cite-ref-18[18]

Aufgabengebiet und Errungenschaften

Ein Ziel der Alchemisten war hĂ€ufig die Transmutation von unedlen Metallen zu Gold und Silber. Dass dies möglich sei, war aber auch unter Gelehrten im Mittelalter keinesfalls allgemein anerkannt; große Wissenschaftler wie Avicenna, Ramon Lull und Arnaldus von Villanova lehnten dies ab. Das verhinderte allerdings nicht, dass ihnen eine große Zahl alchemistischer Schriften untergeschobencite-ref-19[19] wurden (z. B. Pseudo-Lull), was allgemein eine gĂ€ngige Praxis der frĂŒhneuzeitlichen und mittelalterlichen alchemistischen Literatur war und deren Beurteilung schwierig macht. Ein weiteres Problem ist, dass nicht immer ganz genau klar ist, was in alchemistischen Texten mit den dort erwĂ€hnten, meist nicht in reiner Form vorliegenden Chemikalien, gemeint ist.

Der Stein der Weisen (lateinisch Lapis philosophorum) war dabei den Alchemisten eine besondere, die Umwandlung eines unedlen Metalles zu Gold oder Silber ermöglichende „Tinktur“. Er wird dabei nicht verbraucht, Ă€hnlich einem Katalysator in der heutigen Chemie. Die sogenannten Alchemistentaler sind MĂŒnzen, die angeblich aus kĂŒnstlichem, mit dem Stein der Weisen hergestellten Silber geprĂ€gt wurden.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21] Die Alchemie war aber nur teilweise von der Idee der kĂŒnstlichen Herstellung von Gold und dem Stein der Weisen beherrscht, man suchte seit der Antike sowohl im Abendland als auch im Orientcite-ref-22[22] auch (ebenfalls hĂ€ufig in Verbindung mit dem Stein der Weisen) ein Unsterblichkeit verleihendes Mittelcite-ref-23[23] bzw. ein Universal-Allheilmittel (Panacea).cite-ref-24[24] Ein gesuchtes Universallösungsmittel wurde Alkahest genannt.

Neben einer theoretischen Komponente gab es einen praktischen Teil, der den sorgfĂ€ltigen Umgang mit den Destillations-, Extraktions- und Sublimationsapparaturen voraussetzte. Im arabischen Raum war Rhazes ein typischer Vertreter der ausschließlich praktischen Orientierung der Alchemie.

In der griechisch-arabischen Alchemie waren die Urelemente Erde, Wasser, Luft und Feuer nach Empedokles bekannt (Vier-Elemente-Lehre). Hinzu kam eine schon in AnsĂ€tzen bei Aristoteles vorhandene Auffassung von gegensĂ€tzlichen Prinzipien (warm – kalt, trocken – feucht), die als Grundbestandteile aller Stoffe ihre Entsprechungen in der Alchemie hattencite-ref-25[25]cite-ref-26[26] (und in der Medizin als LeibessĂ€fte der Humoralpathologie bekamen). Danach sollten fĂŒr Umwandlungen die Stoffe erst von unreinen Zutaten durch Anwendung der Prinzipien (wie Erhitzen, AbkĂŒhlen, Zusatz bestimmter Stoffe) befreit und auf die materia prima (vgl. auch quinta essentia) zurĂŒckgefĂŒhrt werden, die dann z. B. in Gold ĂŒberfĂŒhrt werden sollten.

GemĂ€ĂŸ hermetisch-magischer Spekulation setzt sich das in alchemistischen Schriften nachweisbare und fĂŒr den Stein der Weisen stehende Hexagramm, genannt auch „Salomos Siegel“, aus den Symbolen der vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft zusammen. In allen Mythen und Religionen hat die Alchemie Teil an der allgemeinen Symbolsprache.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]

Bei alchemistischen Prozeduren stand vor allem die optimale Mischung der Elemente bzw. Prinzipien im Vordergrund (lateinisch ausgedrĂŒckt, in Bezug auf die solutio und coagulatio,cite-ref-31[31] mit solve et coagula „löse und verbinde“) mittels (fraktionierter) Destillation (Trennung) von Stoffgemischen.cite-ref-32[32]

Im arabischen Raum kam ab dem 9. Jahrhundert (mit VorlĂ€ufern im spĂ€thellenistischen Ägypten) auch den Elementen Schwefel und Quecksilber eine besondere Bedeutung zu, was auch fĂŒr die abendlĂ€ndische Alchemiecite-ref-33[33] bestimmend wurde, die sich ab dem 12. Jahrhundert durch das Bekanntwerden arabischer Autoren durch Vermittlung ĂŒber Spanien entwickelte. Sie ĂŒbernahmen die Rolle von „Prinzipien“ bei der Umwandlung der Stoffe. Das Prinzip Schwefel (oder Philosophischem Schwefel, genannt Sulphur) wurde Feuer und Luft (Brennbarem) zugeordnet, das „Prinzip“ Quecksilber (Mercurius philosophorum, „Philosophisches Quecksilber“, genannt auch Azoth),cite-ref-34[34] Erde und Wasser.cite-ref-35[35] In der chinesischen Alchemie, die im Gegensatz zur abendlĂ€ndischen nicht mit einer Vier-Elemente-Lehre, sondern mit der FĂŒnf-Elemente-Lehre verknĂŒpft ist, entsprechen Schwefel und Quecksilber den Urstoff-Bestandteilen Yin und Yang. Wie in der europĂ€ischen Alchemie arbeiteten die chinesischen Alchemisten in einem Mikrokosmos, der zur Vollendung ihrer Werke mit dem Makrokosmus ĂŒbereinstimmen musste.cite-ref-36[36]

Die meisten Alchemisten des (europĂ€ischencite-ref-37[37]) Mittelalters waren Geistliche, vor allem in Klöstern. Erst im ausgehenden Mittelalter drang die Alchemie in breitere Kreise vor, was sich im Aufkommen erster alchemistischer Schriften in den Landessprachen zeigt. Zu den Ă€ltesten deutschsprachigen alchemistischen Abhandlungen gehört die, teils in Geheimschrift verfasste Alchymey teuczsch, eine 1426 entstandene Handschrift mehrerer Autoren aus der Grafschaft Hals.cite-ref-38[38] Die Alchemie wurde auch von hohen Geistlichen und FĂŒrsten gefördert oder sogar selbst betrieben. Die alchemistischen Autoren des Mittelalters waren ĂŒberwiegend kirchentreu und suchten ihr Wirken in die kirchliche Lehre einzubinden,cite-ref-39[39] beriefen sich zur Rechtfertigung etwa auf das Lukas-Evangelium („Euch ist’s gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reiches Gottes; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören“). Entsprechend richteten sich Erlasse nicht gegen die nach Gesundheit, Wohlstand, langem Leben und Wahrheit bzw. tiefere Erkenntnis ĂŒber den Platz des Menschen im Universum strebende Alchemie an sich, sondern betrĂŒgerische Alchemisten (so die Bulle von Papst Johannes XXII., ein 1317 erlassenes Edit gegen alchemistische MĂŒnzfĂ€lscher) oder andere AuswĂŒchse (Viele BĂŒrger waren davon so besessen, dass sie sich verschuldeten oder Brandgefahr verursachten). Zudem, wohl um sich vor klerikalem Zugriff zu schĂŒtzen, schrieben Alchemisten ihre Texte oft Geistlichen oder anderen bekannten AutoritĂ€ten zu, etwa Adam, Moses oder dessen Schwester Miriam (vgl. Maria die JĂŒdin), Cleopatra (als Alchemistin), Hermes Trismegistos, Thomas von Aquin, Roger Bacon, Albertus Magnus und Johannes XXII. Im Musaeum Hermeticum (17. Jahrhundert) findet sich die Aussage „Theologie ohne Alchemie ist wie ein schöner Körper ohne seine rechte Hand“.cite-ref-40[40]

Ihre grĂ¶ĂŸte Wirkungsbreite hatte die Alchemie in Zeiten religiöser und sozialer bzw. gesellschaftlicher UmbrĂŒche und dementsprechender Orientierungslosigkeit mit, sowohl im Hellenismus als auch in der Renaissance erkennbaren, RĂŒckzĂŒgen aus dem Rationalismus und Hinwendung zum Okkultismus. Christliche Alchemisten sahen einen Zusammenhang ihrer drei Prinzipien der Materie mit der Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist. So beschrieb Ripley im 15. Jahrhundert (in The Compound of Alchemy) Magnesium, Schwefel und Quecksilber als drei Aspekte des Mikrokosmos und Lambspring sah im Stein der Weisen die trinitarischen Aspekte Salz, Schwefel und Quecksilber.cite-ref-41[41] Paracelsus fĂŒhrte im frĂŒhen 16. Jahrhundert als drittes Prinzip das „Salz“ ein, was teilweise die inzwischen entdeckte Bedeutung der MineralsĂ€uren widerspiegelt. Das Ziel von ihm und seinen Nachfolgern war in erster Linie die Erneuerung der damaligen Medizin und Entdeckungen in der Pharmaziecite-ref-42[42] (Iatrochemie). FĂŒr Paracelsus war Alchemie:cite-ref-43[43] „zu Ende bringen, was noch nicht vollendet ist. Sie allein ist das, was das Unreine durch Feuer zum Reinen bereitet, wiewohl nicht alles Feuer brennt, so ist doch alles Feuer und bleibt Feuer.“cite-ref-44[44] Ein Alchemist, schreibt Paracelsus, „scheidet das bös vom guten, er verwandelt das gut in ein tinctur“.cite-ref-45[45] Im 18. Jahrhundert erschienenen Livre de la TrĂšs Sainte TrinitĂ© wurde die Transmutation der Metalle als ihre Erlösung von der SĂŒnde mittels des reinigenden Feuer betrachtet.cite-ref-46[46]

Alchemisten hatten gegenĂŒber Außenstehenden hĂ€ufig ein Schweigegebot bezĂŒglich ihrer Kenntnisse. Sie bedienten sich einer verschlĂŒsselten Fachsprache,cite-ref-47[47] die fĂŒr Uneingeweihte nicht verstĂ€ndlich war. Viele Geheimnisse wurden nur mĂŒndlich den vertrauenswĂŒrdigsten SchĂŒlern (Adepten) anvertraut, wobei die Bezeichnung Adept die Bedeutung von Eingeweihter erhielt. Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete sich das alchemistische Wissen mit dem Aufkommen des Buchdrucks, der Handschriften ersetzte, in breitere Kreise. So erschienen die ersten WörterbĂŒcher von Conrad Gessner und Andreas Libavius fĂŒr Alchemisten, um das Wissen einer breiteren Zahl von Forschern zugĂ€nglich zu machen.cite-ref-48[48] Insbesondere die Alchemia von Libavius (1597, 1606) gilt als erstes modernes Chemielehrbuch, wobei auch die Alchemie im engeren Sinn der Umwandlung von Metallen zusammen mit praktischen Rezepten und noch aus der Antike stammenden Theorie behandelt wurde.cite-ref-49[49]

So, wie viele Forscher bis ins 17. Jahrhundert hĂ€ufig von der Astrologie beeinflusst waren, bezogen auch die Alchemisten die Astrologie in die von John Dee als astronomia inferior bezeichnete Alchemie mit ein.cite-ref-50[50] Metalle standen fĂŒr Himmelskörper: das Gold fĂŒr die Sonne (lateinisch sol), das Silber fĂŒr den Mond (lateinisch luna), das Eisen fĂŒr den Mars, das Quecksilber fĂŒr den Merkur,cite-ref-51[51] das Zinn fĂŒr den Jupiter, das Kupfer fĂŒr die Venus, das Blei fĂŒr den Saturncite-ref-52[52] (Siehe auch Planetenmetalle). Vier Hitzegrade („4 Gradus“ in Philosophia reformata von Johannes Daniel Mylius, 1622) des alchemistischen Feuers wurden assoziiert mit den Sternzeichen Widder, Krebs, Waage und Steinbock.cite-ref-53[53]

Alchemisten befassten sich, im Gegensatz zu gelegentlichen Falschangaben, nur allegorisch mit der Herstellung lebender Kunstwesen (Homunculus, Basilisk). AnklÀnge an diese okkulten Experimente finden sich noch in Goethescite-ref-54[54] Faust I und Faust II, in Hoffmanns Sandmann und in Meyrinks Golem.

In bildhaften Darstellungen wurden zudem chemische Elemente personifiziert. Alchemisten sprachen von der Geburt des Steins (der Weisen) aus der dazu nötigen chemischen „VermĂ€hlung“ bzw. sexuellen Vereinigung von mĂ€nnlichem Schwefel und weiblichem Quecksilber. In Rosarium Philosophorum beispielsweise wird eine Vision des Arisleus geschildert, in der dem König (Rex Marinus) befohlen wird, seinen Sohn Gabricius (Schwefel) und seine Tochter Beya (Quecksilber) zu verheiraten, woraufhin beim Geschlechtsakt des Geschwisterpaar Beya ihren Bruder vollstĂ€ndig in sich aufnimmt. Auch spĂ€ter wurde noch zwischen mĂ€nnlichen und weiblichen „Steinen“ bzw. Mineralien unterschieden. Aus der sexuellen Vereinigung von Mann und Frau wurden etwa Hermaphroditen geboren, die Merkmale beider Ausgangsstoffe trugen. Damit ist nicht die Erschaffung eines kĂŒnstlichen Wesens gemeint, sondern eine chemische Reaktion wird bildhaft gedeutet und steht im Zusammenhang mit dem Mythos des Hermaphroditos, dem Sohn von Hermes und Aphrodite in der griechischen Mythologie. Der Herstellungsprozess des Steins der Weisen (unter anderem im Schmelzofen oder Athanor) wurde hĂ€ufig mit den Begriffen Geburt, Heranwachsen, Hochzeit (bzw. VermĂ€hlung), Kopulation (bzw. Vereinigung) und Tod als Metaphern beschrieben. Der Alchemist Michael Maier schrieb, dass der Stein (der Weisen), genau wie der Mensch, als eine Mischung aus mĂ€nnlichem und weiblichem „Samen“ empfangen, durch Befruchtung in einen Embryo verwandelt, und durch die Geburt ans Tageslicht gelangt, spĂ€ter stirbt und nach der Auferstehung nicht mehr sterben kann.cite-ref-55[55] Die oftmals kĂŒnstlerisch aufwendig gestalteten BildbĂ€nde haben meist allegorischen und meditativen Charakter und sind keine Anleitung zu realen Experimenten.

Das Ei, als alchemistisches Symbol,cite-ref-56[56]cite-ref-57[57] galt als universales Symbol fĂŒr Geburt und Schöpfung, und stand fĂŒr ein (manchmal auch als weiblicher Schoß dargestelltes) „hermetisches“ GefĂ€ĂŸ im Athanor (dem „philosophischen Ofen“). Aus diesem „Ei“, genannt Philosophisches Ei, sollte der auch „Göttliches Kind“ genannte Stein der Weisen entstehen.cite-ref-58[58]

Die alchemistischen Vorstellungen waren hĂ€ufig als Metaphern und Allegorien, zum Teil als RĂ€tsel oder Kryptogramme, formuliertcite-ref-59[59] und beruhten auf den damals gĂ€ngigen und verbindlichen Naturphilosophien. Auch wenn manche der damaligen Vorstellungen abwegig erscheinen mögen, so fĂŒhrte doch die Theoriebildung ĂŒber die Wandlungen der Stoffe in der praktischen Laborarbeit hin zur modernen Naturwissenschaft. In der Alchemie erlangte das Experiment einen gĂ€nzlich neuen Stellenwert fĂŒr eine prinzipiell antiaristotelisch ausgerichtete Wissenschaft.cite-ref-60[60] Der Übergang von der Alchemie zu den heute noch gĂ€ngigen Materialwissenschaften wie der Metallurgie, der pharmazeutischen und der medizinischen Forschung geschah teilweise fließend, gewisse alchemische Traditionen wurden allerdings obsolet oder neu- und umgewertet.cite-ref-61[61]

Alchemisten standen hĂ€ufig als frĂŒhe Chemiker und Metallurgen mit dem Bergbau und Metallverarbeitung in Verbindung. Weitere Bereiche waren neben Pharmazie z. B. die Glasherstellung. So ist die experimentelle Anwendung der Alchemie die Grundlage fĂŒr die (Wieder-)Erfindung des Porzellans und des Schwarzpulvers in Europa. Das Porzellan zum Beispiel ist ein Nebenprodukt bei der Suche nach Gold gewesen. Ein Alchemist am sĂ€chsischen Hof, der Berliner Apothekenangestellte Johann Friedrich Böttger, rettete Anfang des 18. Jahrhunderts sein Leben, indem er seinem „Arbeitgeber“ wenigstens „Weißes Gold“, nĂ€mlich Porzellan, liefern konnte.cite-ref-62[62] Der Alchemist Vincentio Casciorolo aus Bologna stellte 1604 erstmals einen Phosphoreszenzstoff her, den sogenannten „Bologneser Leuchtstein“ oder „Lapis Solaris“. Diese Entdeckung beförderte Diskussionen ĂŒber die Natur des Lichtes und fĂŒhrte bereits 1652 zu ersten spektroskopischen Untersuchungen. Der Hamburger Hennig Brand war Alchemist, der 1669 den weißen Phosphor entdeckte und dessen Chemilumineszenz („Phosphorus mirabilis“) und damit die erste Chemilumineszenzreaktion ĂŒberhaupt. Diese Chemilumineszenzreaktion fand als Mitscherlich-Probe Eingang in die forensische Chemie und ist heute noch ein beeindruckendes Experiment.

Im 18. Jahrhundert kam die Alchemie zunehmend in Misskredit, nachdem Wissenschaftler wie Hermann Boerhaave und Robert Boyle die Grundlagen der Alchemie und der Vier-Elemente-Lehre in Frage stellten und dies auch experimentell untermauerten. Weitere Erkenntnisse, insbesondere zur Oxidation durch Sauerstoff, die eine quantitative Grundlage fĂŒr die moderne Chemie darstellen, fasste Antoine Lavoisier zusammen. Mit Isaac Newtons Weltbild und John Daltons Atomtheorie begann die endgĂŒltige Trennung von Alchemie und Chemie.cite-ref-63[63]

Die erste Geschichte der Alchemie veröffentlichte 1742 der Franzose Lenglet Dufresnoy.cite-ref-64[64]

Arbeitsmittel

‱ Alembik (Destillierhelm) – ein Helmaufsatz fĂŒr einen Destillierkolben
‱ Aludel – ein GefĂ€ĂŸ zur Sublimation
‱ Athanor – ein spezieller Ofentyp der Alchemisten
‱ Filter – Destillation durch ein Filter
‱ Kupelle – ein GefĂ€ĂŸ zur Reinigung und Abtrennung von Edelmetallen aus Legierungen
‱ Mörser und StĂ¶ĂŸel – ein Reib- oder Mahlwerkzeug
‱ Retorte – ein DestilliergefĂ€ĂŸ
‱ Serpentine – ein DestilliergefĂ€ĂŸ mit verbesserter Trennung
‱ Pelikan – ein Destillierapparat (ZirkulationsgefĂ€ĂŸ, vas circulationiscite-ref-65[65]) mit zwei doppelt ausgeweiteten Kolbencite-ref-66[66]

Manche GefĂ€ĂŸe der Alchemisten wurden nach Tieren benannt, so als Igel, Gans oder das Menschliche Paar.

Opus magnum

Opus magnum oder das Große Werk (auch Große Meisterschaft) ist ein Begriff der mittelalterlichen europĂ€ischen Alchemie, der sich auf die erfolgreiche Umwandlung eines Ausgangsstoffes in Gold oder auf die Schaffung des Steins der Weisen bezieht. Er wurde als Metapher fĂŒr eine geistige Umwandlung in der hermetischen Tradition verwendet. Der Weg zur Herstellung des roten und „goldmachenden“ Steins der Weisen in bei der Großen Meisterschaft verlief ĂŒber vier, spĂ€ter drei (mit den Farben schwarz, weiß und rot assoziierten) Stufen. Je nach Darstellung ging man sogar von sieben (etwa bei Salomon Trismosin), elf (etwa bei Stolcius in einem Werk ĂŒber alchemistische Embleme) oder zwölf (etwa bei Antoine-Joseph Pernety mit den Zeichen des Tierkreises assoziierten) Stufen aus. Die „Einfache Meisterschaft“ war hingegen die Herstellung des weißen und nur „silbermachenden“ Steins.cite-ref-67[67]

Die praktische Anwendung des Opus magnum sollte unedle Stoffe durch Transmutation in Gold verwandeln, indem man den unedlen Stoff durch den „Roten Stein“ fĂŒhrte. Es bildete das GegenstĂŒck zum einfacheren Kleinen Werk, bei dem man durch den „Weißen Stein“ bzw. das „weiße Elixier“ (genannt auch Tinctura alba oder „Tochter der Philosophen“cite-ref-68[68]) unedle Stoffe zu Silber verwandelte.cite-ref-69[69]

Der Alchemist Thomas Norton bezeichnete im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts Alchemisten als „große Meister des Feuers“ und „Rot“ als letzte Stufe bzw. Phase in der Alchemie. Durch Feuer mit ansteigender Hitze wurde das letzte und „rote“ Stadium angestrebt, in dem das verwendete Materia in einen roten Stein (genannt, angeblich gemĂ€ĂŸ Albertus Magnus, auch Purpur, Rote Koralle oder Roter Schwefel) verwandelt wird.cite-ref-70[70] In der Alchemie bestand immer ein Disput darĂŒber, wie die, angelehnt an die antike FĂ€rbetechnik, mit Farben bezeichneten Stufen im Einzelnen ausgestaltet werden sollten. In einem vierstufigen Prozess ist die „SchwĂ€rze“ (nigredo) der Anfang und versinnbildlichte den Urzustand der Materie. Man bezeichnete diesen Zustand auch als die Materia prima. Als weitere (im angeblich von der Alchemistin Maria erfundenen Kerotakis stattfindenden) Prozesse schließen sich die Phase der „Weißung“ (albedo), „Gelbung“ (citrinitas) an und enden in der höchsten Stufe der „Rötung“ (rubedo). Grundlage dieser Stufen bzw. Farbsequenzen bildete die griechische Philosophie der QuaternitĂ€t oder des Vierteilens eines Prozesses in die melanosis (SchwĂ€rzung), leukosis (Weißung), xanthosis (Gelbung), iosis (Rötung). Angelehnt ist diese Vorstellung an die antike Elementenlehre der vier Elemente aus Erde, Wasser, Luft und Feuer. Erst im spĂ€ten Mittelalter wurde die QuaternitĂ€t zur TrinitĂ€t, wobei die von frĂŒhen griechischen Alchemisten eingeschobene Stufecite-ref-71[71] der xanthosis, also Gelbung, entfiel.cite-ref-cgj268-72-0[72]

Eine andere Aufteilung war: Materia Prima, Calcination, Sublimation, Solution, Putrefaction, Destillation, Coagulation, Tinctura (bzw. Tinctio), Multiplikation,cite-ref-73[73] Projektion (bzw. Projectio).cite-ref-74[74] Sonstige alchemistische Prozeduren waren Mortificatio, Fixatio, Congelatio, Digestio, Separatio, Ceratio und Fermentatio.cite-ref-75[75]

Im Verlauf der Jahrhunderte entwickelte sich das Opus magnum zu einem unentwirrbaren Gemisch unterschiedlichster Anweisungen und Erfahrungen, die den praktischen Prozess immer unverstĂ€ndlicher werden ließen. Meist wollte man dadurch ĂŒber die eigene Unwissenheit hinwegtĂ€uschen oder Misserfolge verschleiern. Die Anweisungen waren zudem symboltrĂ€chtig, vieldeutig und in rĂ€tselhafter Sprache geschrieben. Paracelsus geht ĂŒber die vier Stufen hinaus und beschreibt unter anderem in seiner De natura rerum den Prozess einer siebenstufigen Transmutation. Bei George Ripley sind es nach seinem Liber duodecim portarum bereits zwölf Stufen zur Goldherstellung.cite-ref-76[76] Den zwölf Stufen ordnete Pernety die Zeichen des Tierkreises zu: Widder der Calcinatio, Stier der Coagulatio (Gerinnung), Zwillinge der Fixatio, Krebs der Dissolutio (Auflösung), Löwe der Digestio (Verdauung, wie die Dissolutio meist mit dem weißen Stadium des Opus verbunden, in welchem die Substanz geschmolzen bzw. aufgelöst wurde), Jungfrau der Destillatio (Destillation), Waage der Sublimatio, Skorpion der Separatio, SchĂŒtze der Ceratio (von lateinisch cera ‚Wachs‘, in Bezug auf das in dieser Phase weich, flĂŒssig und wachsĂ€hnlich werdende Material), Steinbock der Fermentatio (GĂ€rung, sowohl einen Vorgang wĂ€hrend der Transmutation unedlen Metalls in Gold als auch einen Prozess bei der Herstellung des oft „Ferment“ genannten und bei Petrus Bonus mit Sauerteig verglichenen Steins der Weisen bezeichnend), Wassermann der Multiplicatio (Vervielfachung; in der Alchemie ein Vorgang, durch den die Kraft des Steins der Weisen so vermehrt werden soll, dass er das 100- und 1000fache seines eigenen Gewichts an unedlem Metall transmutieren kann) und Fische der Projectio (Projektion, das letzte Arbeitsstadium, in welchem der „Stein“ pulverisiert und, eingewickelt in Papier oder Wachs, auf die zu transmutierende Substanz geworden wird). Der Chemiker und Alchemist Johann Baptist van Helmont schrieb zur Projektion mittels des 2400sten Teils einer Unze vom Stein der Weisen: „Dieses Viertel eines Kornes projizierte ich deshalb, in Papier eingewickelt, auf acht Unzen Quecksilber, welche in einem Tiegel erhitzt worden waren, und sofort kam das gesamte Quecksilber [
] zum Stehen, und [
] fĂŒgte [
] sich zu einem gelben Klumpen. [
].“ Auch der Arzt Johann Friedrich Schweitzer, genannt Helvetius, berichtete in einer der bedeutendsten alchemistischen Schriften ĂŒber eine vergleichbare Projektion. Diese fand im Jahr 1666 statt und ĂŒberzeugte den zunĂ€chst skeptischen Naturwissenschaftler von der Möglichkeit der Transmutation von unedlen Metallen in Gold.cite-ref-77[77]

Das unentwirrbare Netz aus Gedanken und Bildern der Alchemie, die auch den spĂ€teren Surrealismuscite-ref-78[78] inspirierte, bzw. des Opus magnum ließ den BegrĂŒnder der Analytischen Psychologie, Carl Gustav Jung, zu dem Schluss kommen, dass der Schritt von der QuaternitĂ€t zur TrinitĂ€t mit inneren und psychischen GrĂŒnden zu erklĂ€ren sei. Nicht Ă€ußere oder praktische Prozesse wurden im Großen Werk beschrieben, sondern unbewusst innere ZusammenhĂ€nge in die Materie und Arbeitsweise projiziert.cite-ref-cgj268-72-1[72]

Dieser Ansatz entwickelte sich auch parallel zur praktischen Alchemie in der abendlĂ€ndischen Mystik. So sprach man bei den ab dem frĂŒhen 17. Jahrhundert publizierenden Rosenkreuzerncite-ref-79[79] von geistiger oder theoretischer Alchemie, die eine Vollendung des eigenen Menschen mit sich bringen sollte. Gustav Meyrink knĂŒpft unter anderem an diese Tradition in seinen Werken an; siehe die mystische Deutung seiner drei Stufen:cite-ref-80[80]

‱ nigredo (putrefactio), SchwĂ€rzung (FĂ€ulnis, Verwesung): Individuation, Reinigung, Ausbrennen von Unreinheit; Sol niger (Schwarze Sonne)
‱ albedo, Weißung: Vergeistigung, Erleuchtung
‱ rubedo, Rötung: Vereinigung des Menschen mit Gott, Vereinigung des Begrenzten mit dem Unbegrenzten

Da bei der Kalzination eine schwarze Substanz zurĂŒckblieb, wurde die Alchemie mit ihrer geheimnisvollen Sprache auch als Schwarze Kunst bezeichnet.cite-ref-81[81]

Rebis

Rebis (vom lateinischen Ausdruck res bina, was ‚zweifach oder doppelte Materie‘ bedeutet) ist eine Bezeichnung fĂŒr den Stein der Weisen, dem Endprodukt des alchemistischen Opus magnum oder großen Werkes. Nachdem man die Stadien der FĂ€ulnis und der Reinigung durchlaufen hat, die gegensĂ€tzliche QualitĂ€ten trennen, werden diese QualitĂ€ten noch einmal in dem vereint, was manchmal als göttlicher Hermaphrodit beschrieben wird, eine Versöhnung von Geist und Materie, ein Wesen mit sowohl mĂ€nnlichen als auch weiblichen QualitĂ€ten, wie es durch den mĂ€nnlichen und weiblichen Kopf innerhalb eines einzigen Körpers angezeigt wird und in der Lage ist sich aus eigener Kraft fortzupflanzen.

Sonne und Mond entsprechen den mĂ€nnlichen und weiblichen HĂ€lften, ebenso wie der Rote König und die Weiße Königin in Ă€hnlicher Weise assoziiert werden. Das Rebis-Bild erschien in dem Werk Azoth of the Philosophers von Basilius Valentinus im Jahr 1613.cite-ref-82[82]cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]cite-ref-85[85] Andere ikonographische Darstellungen zeigen einen König, der die Materie auf ihrem Weg zum Stein der Weisen symbolisiert, gemeinsam mit seiner Königin im Badewasser (etwa in der von einem unbekannten Verfasser stammenden Schrift Rosarium Philosophorum von 1550) worin der König gereinigt bzw. gelĂ€utert wird, gelegentlich sich auch vor der Auflösung im Wasser des alchemistischen Bades mit der Königin vereinigt.cite-ref-86[86]

Heilkundliche Bedeutung

Ausgehend von humoralpathologischen Vorstellungen waren im Mittelalter Anschauungen entstanden, die unedle Metalle als minderwertig und somit krank und edle, insbesondere das Gold, als wertvoll und somit gesund einstuften. Die durch HerbeifĂŒhrung eines bestimmten MischungsverhĂ€ltnisses (temperamentum) erfolgende „Heilung“ der „kranken“ Metalle und damit die Umwandlung der bestehenden Dyskrasie in eine (bei Gold optimal verwirklichte) Eukrasie fĂŒhrte dann auch zur Suche nach einem Elixier bzw. dem Stein der Weisen, der fermentartig-katalysatorisch die Metalle von „Unreinheit“ und „Krankheit“ befreien sollte. Analog sollte eine solche Tinktur (Medicina metallorum; Tinctura alba, Weiße Tinktur, als königliche „Tochter der Philosophen“ bzw. Tinctura rubea, die Rote Tinktur als kaiserlicher „Sohn der Philosophen“) dann auch als Universalarznei (in einem pseudoparacelsischen Brief als Arkansubstanz „Roter Löwe“) nicht nur Metalle, sondern auch Krankheiten von Menschen heilen können. Die Vorstellung von einer gesundheitsfördernden und lebensverlĂ€ngernden Wirkung der „Medicina metallorum“ findet sich beispielsweise auch in Werken von Roger Bacon, John Dastin und im pseudoarnaldischen Rosarius philosophorum.cite-ref-87[87]

Wie bereits unter Opus magnum erklĂ€rt, handelte es sich bei der Alchemie nicht nur um eine praktische Disziplin im Sinne einer „Meta-Chemie“. Sie hat vielmehr auch eine naturphilosophische Dimension. Die verschiedenen alchemistischen VorgĂ€nge – wie die Umwandlung eines bestimmten Metalls in ein anderes – stehen fĂŒr die Entwicklung des Menschen, d. h. fĂŒr innerpsychische Prozesse. Denn die „Transmutation der Psyche“ wie sie die antiken Mysterienkulte lehrten, durch Leiden, Tod und gewandelte Auferstehung des Adepten zu einer neuen, göttlichen Existenz, wurde in den alchemistischen WerkstĂ€tten seit der Antike auf die Materie projiziert. Es fĂŒhrte zur „Transmutation der Materie“; die mineralischen Stoffe erleiden durch ZerstĂŒckelung, Verbrennung und Behandlung all die Wandlungsqualen wie der zur Erlösung und Wandlung bestimmte Mensch. Angestrebtes Ziel war die Umwandlung niederer Stoffe oder Metalle zum edelsten Metall, dem unsterblichen Gold, oder zu einer Universalsubstanz (Lapis) bzw. Stein der Weisen (lapis philosophorum) oder zur erlösenden Universalmedizin bzw. einem Lebenselixier.cite-ref-88[88] Die Entdeckung dieser Analogie beschrieb im 3. Jahrhundert als erster Zosimus aus Panopolis in seinen Traumvisionen.cite-ref-89[89] C. G. Jung interpretierte die Mahnung von Zosimos, einen Tempel nur aus einem Stein zu erbauen, als psychologische Projektion, wobei der Tempel fĂŒr den Kopf oder das bewusste Denken und der Drache fĂŒr das zu opfernden und umzuformenden Unbewusste steht. Bereits Hermes Trismegistos bzw. das Corpus Hermeticum sah die Möglichkeit, dass der seine göttliche Natur vergessen habende Mensch durch gnostische Erneuerungserfahrung mittels Alchemie und Transmutation (der Seele) wieder Gott verstehen könne, und einige spĂ€tere Alchemisten (wie Agrippa von Nettesheim) sahen sich dementsprechend als „gnostische Heilande“ an.cite-ref-90[90]

Der Psychoanalytiker Herbert Silberer arbeitete in seinem Hauptwerk Probleme der Mystik und ihrer Symbolik (1914) wohl als Erster die psychologische Dimension der Alchemie heraus.cite-ref-91[91] Der Schweizer Psychiater und Psychotherapeut Carl Gustav Jung, der auch ein in der Alchemie verbreitetes Inzestmotiv (etwa den Inzest zwischen Mutter und Sohn, Vater und Tochter oder – wie bei Michael Maier – Bruder und Schwester als Metapher fĂŒr Tod und Wiedergeburt bzw. durch die RĂŒckkehr in den Mutterschoß das ZurĂŒckfinden der Körper zu ihrem Urstoff) interpretierte,cite-ref-92[92] sah in den Arbeitsmethoden und Wandlungsbildern der Alchemisten eine Parallele zu den Traumbildern moderner Menschen wĂ€hrend ihrer biographischen Selbstfindung.cite-ref-93[93]cite-ref-94[94] Dabei spielen persönliche Probleme, scheinbar unlösbare Aufgaben, existenzielle Krisen oder notwendige Reifungsprozesse eine große Rolle. Er nannte diesen Prozess Individuation und beschrieb ausfĂŒhrlich die AblĂ€ufe und GesetzmĂ€ĂŸigkeiten dieser unbewussten Bilderwelt oder „Transmutation der Psyche“. Die Erforschung der Individuation betrachtete er als wesentliche Aufgabe seiner Analytischen Psychologie.cite-ref-95[95]

Spagyrik

Die Bezeichnung „Spagyrik“ (aus dem Griechischen ÏƒÏ€ÎŹÏ‰ spao = „ich trenne“ und áŒ€ÎłÎ”ÎŻÏÏ‰ ageiro = „ich vereinige, ich fĂŒhre zusammen“) ist ein von Paracelsus eingefĂŒhrter Begriff, der von ihm synonym fĂŒr Alchemie verwendet wurde. Die Aufgabe der Alchemie sah er nicht in der Herstellung von Gold, sondern in der Herstellung von Arzneimitteln. Er wĂ€hlte die Bezeichnung „Spagyrik“ zur Abgrenzung gegenĂŒber anderen Richtungen. In der Folge wurde die Spagyrik als der medizinische Bereich der Alchemiecite-ref-96[96]cite-ref-97[97] angesehen. Spagyrika sind Arzneimittel, die auf Basis der alchemistischen oder spagyrischen Erkenntnisse hergestellt werden. Als Ausgangsmaterial fĂŒr Spagyrika kommen pflanzliche, mineralische und animalische Stoffe zum Einsatz.

Bedeutende Alchemisten

Alchemisten des alten Ägypten sowie der Antike

‱ Hermes Trismegistos (legendĂ€r)
‱ Ostanes (vor 500 v. Chr.)
‱ Empedokles (ca. 490–430 v. Chr.)
‱ Demokrit (ca. 470–380 v. Chr.), bzw. Pseudo-Demokrit
‱ Maria die JĂŒdin (auch: Maria, die Alchemistin, 
) (vermutet im 1. bis spĂ€testens 3. Jh. n. Chr.)
‱ Zosimos aus Panopolis (ca. 250 bis ca. 310 n. Chr.)
‱ Kleopatra, die Alchimistin (ca. 300 bis 400 n. Chr.)
‱ Papyrus Stockholm (Holmensis) und Leiden (Leidensis), ca. Ende 3. Jh., Anfang 4. Jh. n. Chr., Ägypten, griechische Rezeptsammlungen

Chinesische Alchemisten

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Hauptartikel

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Chinesische Alchemie

In China war die Alchemie Teil des religiösen Daoismus. Man glaubte in einigen Systemen, dass die Menschen sieben Stufen der Entwicklung erreichen können: Gottgleiche, Rechtschaffene, Unsterbliche, Dao-Menschen, Weise, Tugendhafte, normale Menschen und Sklaven. Die ersten drei Stufen sind unsterblich. Jeder kann diese Stufenleiter vom Sklaven zum Gottgleichen erklimmen. Der Sprung von der vierten, noch sterblichen Stufe, des Dao-Menschen zur fĂŒnften ersten unsterblichen Menschheitsstufe kann jedoch nicht durch sich selbst erfolgen, sondern dazu bedarf es der Alchemie.

Die chinesischen Alchemisten glaubten, dass sie im Zinnober (Dan) zumindest den Hauptbestandteil des Lebenselixiers zur Erlangung der Unsterblichkeit gefunden hĂ€tten. Zinnober ist wegen des enthaltenen Quecksilbersulfids bzw. Quecksilbers giftig. Da es schwerlöslich ist, wirkt es akut nicht so stark. Aber da Zinnober als Medizin ĂŒber lange Zeiten eingenommen wurde, starben die Menschen an chronischer Quecksilbervergiftung. Sowohl der erste Kaiser von China als auch spĂ€tere Kunden der Alchemisten sowie Alchemisten selber sind an der alchemistischen Medizin gestorben. Daher wurde die Alchemie zum Waidan (Ă€ußerer Zinnober) erklĂ€rt und Neidan (innerer Zinnober) erfunden. Neidan beruht auf Meditation und anderen spirituellen Methoden. Heute wird nur Neidan praktiziert. Der Aufstieg von einer Stufe zur anderen sollte durch Kultivieren des Dao erfolgen. Das passiert durch Sammeln von Energie (Qi) und Vereinen von Geist (shen).

Die ersten Spezialisten in den KĂŒnsten der Unsterblichkeit waren die Fangshi, die schamanistische Praktiken anboten, von Kaisern und Adeligen aufgesucht und gelegentlich unterstĂŒtzt wurden. Aus dieser Tradition kommt Wei Boyang, Autor des Ă€ltesten chinesischen alchemistischen Traktates Zhouyi cantong qi („Über das Vereinigen der Entsprechungen“), der gemĂ€ĂŸ der Legende wĂ€hrend des 2. Jahrhunderts n. Chr. gelebt haben soll. Ihm wird folgender Mythos nachgesagt: Nachdem ein Hund bei einem Experiment das rechte Elixier betreffend tot umfiel, sprach der Meister: „Ich habe den Weg der Welt, meine Familie und Freunde aufgegeben, um in den Bergen zu leben. Es wĂ€re schamvoll, zurĂŒckzugehen, ohne das Dao der heiligen Unsterblichen gefunden zu haben. Durch dieses Elixier zu sterben kann nicht schlechter sein, als ohne es zu leben. So muss ich es dann zu mir nehmen.“ Er schluckte das Elixier und fiel auf der Stelle tot um. Nachdem die enttĂ€uschten SchĂŒler gegangen waren, erwachten Hund und Meister und schwebten zum Himmel empor, um Unsterbliche zu werden.

Ein anderer war Ge Hong (284–364 n. Chr.), dessen Hauptwerk heißt Baopuzi („Er, der den unbehauenen Klotz umarmt“ oder „Der Meister, der die Schlichtheit umfasst“). Die Shangqing-Schule nahm spĂ€ter einige seiner Techniken auf.

LĂŒ Dongbin, einer der Acht Unsterblichen, soll einer der ersten gewesen sein, der sich ausschließlich der Inneren Alchemie zuwandte. Sein SchĂŒler war Liu Haichan; von diesem soll Zhang Boduan (987–1082 n. Chr.) sein Wissen erhalten haben. Er schrieb das Wuzhen pian („Über das Begreifen der Wirklichkeit“), welches die Ausdrucksweise der Ă€ußeren Alchemie auf die inneren Wandlungen ĂŒbertrĂ€gt. Ziel sei die Erschaffung des shengtai („geistiger Embryo“ der Unsterblichkeit). Nach seinem Tod wurden viele Schulen des Neidan gegrĂŒndet. Seine SchĂŒler begrĂŒndeten etwa den sĂŒdlichen Zweig der „Schule der Vollkommenen Wirklichkeit“ (wörtlich „Der Weg der Verwirklichung der Wahrheit“).

Alchemisten des arabischsprachigen Kulturkreises

‱ Morienus (7. Jh.)
‱ Chalid ibn Yazid (um 655–704)
‱ Geber (ca. 721–815), Vater der Chemie (zu unterscheiden von Pseudo-Geber)
‱ Rhazes (ca. 860–ca. 930)
‱ Ibn Umail (um 900–960)
‱ Maslama al-Madschriti (gestorben 1007)
‱ Avicenna (980–1037)
‱ al-Tughrai (1061–1121)
‱ Alphidius
‱ Artephius (12. Jahrhundert)
‱ al-Simawi (13. Jahrhundert)
‱ al-Dschaldaki (14. Jahrhundert)

AbendlÀndische Alchemisten

‱ Arnaldus de Villanova (13. Jahrhundert), ĂŒberwiegend untergeschobene Schriften
‱ Pseudo-Geber (13. Jahrhundert)
‱ Pseudo-Lull (13.–16. Jahrhundert)
‱ Albertus Magnus (um 1200–1280, viele untergeschobene Schriften)
‱ Roger Bacon (1214–1292/94)
‱ Pernelle Flamel (1320/40–1402/12)
‱ Nicolas Flamel (1330 bis ca. 1413), untergeschobene Schriften
‱ Barbara von Cilli (1390–1451)
‱ Johannes de Rupescissa (14. Jahrhundert)
‱ Berthold der Schwarze (14. Jahrhundert) (möglicherweise apokryph)
‱ Bernhardus Trevisanus (1406–1490)
‱ Caterina Sforza (1463–1509)
‱ Basilius Valentinus (15. Jahrhundert) bzw. Johann Thölde
‱ Johann Georg Faust (ca. 1480–1540), der historische Faust war eher ein Phantast und Hochstapler
‱ Paracelsus (1493–1541)
‱ George Ripley (15. Jahrhundert)
‱ Arnald von BrĂŒssel (15. Jahrhundert)cite-ref-98[98]
‱ die BĂŒcher Rosarium philosophorum (siehe De Alchemia), Donum Dei, Buch der Heiligen Dreifaltigkeit,cite-ref-99[99] Aurora consurgens, Splendor Solis, Lambspring; alle von weitgehend unbekannten Autoren und wichtig fĂŒr die Bildsprache der Alchemie
‱ Michael Toxites (1514–1581)
‱ Bernard Gilles Penot (1519–1617)
‱ Alexander von Suchten (1520–1590)
‱ David Beuther (um 1520-nach 1582)
‱ Thomas Charnock (um 1524 bis 1581)
‱ John Dee (1527–1608)
‱ Adam von Bodenstein (1528–1577)
‱ Gerhard Dorn (um 1530–nach 1584)
‱ Leonhard Thurneysser (1531–1595 oder 1596)
‱ Anna von DĂ€nemark (1532–1585)
‱ Nicolas Barnaud (1538–1604)
‱ Joseph Duchesne (um 1544–1609)
‱ Anne Marie von Ziegler (1545–1575)
‱ zu den FĂŒrstenalchemistencite-ref-100[100] zĂ€hlen: Kaiser Rudolph II. (1552–1612), Wolfgang II. von Hohenlohe (1546–1610), Johann von Brandenburg (1406–1464), Friedrich I. von WĂŒrttemberg (1557–1608), Moritz von Hessen-Kassel (1572–1632), Ernst von Bayern (1554–1612), Francesco I. de’ Medici (1541–1587)
‱ Sebalt Schwertzer (1552–1598)
‱ Edward Kelley (1555–1597)
‱ Andreas Libavius (1555–1616)
‱ Joachim Tancke (1557–1609)
‱ Sophie Brahe (1559–1643)
‱ Margaret Russell (1560–1616)
‱ Benedictus Figulus (1567 – nach 1619)
‱ Heinrich Khunrath (um 1560–1605)
‱ Oswald Croll (um 1560–1609)
‱ Johann Thölde (um 1565–1614)
‱ MichaƂ Sędziwój (Sendivogius) (1566–1636)
‱ Michael Maier (1568–1622)
‱ Johann Hartmann (1568–1631)
‱ Martin Ruland der JĂŒngere (1569–1611)
‱ Robert Fludd (1574–1637)
‱ Johann Isaac Hollandus und Isaac Hollandus (16./17. Jahrhundert)
‱ Arthur Dee (1579–1651)
‱ Johan Baptista van Helmont (1580–1644)
‱ Melchior Cibinensis (16. Jahrhundert)
‱ Isabella Cortese (16. Jahrhundert)
‱ Daniel Stolz von Stolzenberg (* 1600; † nach 1644)
‱ Johann Rudolph Glauber (1604–1670)
‱ Marie Meurdrac (17. Jahrhundert, geboren vor 1613)
‱ Elias Ashmole (1617–1692)
‱ Marie de Bachimont (1621–1688)
‱ Robert Boyle (1627–1692)
‱ George Starkey (1628–1665), wahrscheinlich auch mit IrenĂ€us Philalethes identisch
‱ Rebecca Vaughan († 1658)
‱ Hennig Brand (1630–1692)
‱ Johannes Kunckel (um 1630–1703)
‱ Johann Friedrich Schweitzer (Helvetius) (1630–1709)
‱ Johann Joachim Becher (1635–1682)
‱ Isaac Newton (1643–1727)
‱ Laskaris (um 1649 – nach 1690)
‱ Georg von Welling (1655–1727)
‱ Dorothea Juliana Wallich (1657–1725)
‱ Christina Regina Hellwig (1666–1688)
‱ Johann Conrad Creiling (1673–1752)
‱ Johann Konrad Dippel (1673–1734)
‱ Johann Friedrich Böttger (1682–1719)
‱ Jeanne d’UrfĂ© (1705–1775)
‱ Susanne von Klettenberg (1723–1774)
‱ August Nordenskiöld (1754–1792)
‱ Simon Eisenhut (1781–1842)
‱ Leona Constantia (18. Jahrhundert)
‱ Sabine Stuart de Chevalier (18. Jahrhundert)
‱ Carl-Friedrich Zimpel (1801–1879)
‱ Mary Anne Atwood (1817–1910)
‱ Alexander von Bernus (1880–1965)
‱ Franz Tausend (1884–1942)
‱ Fulcanelli (19./20. Jahrhundert)
‱ Ithell Colquhoun (1906–1988)
‱ Albert Riedel (1911–1984)
‱ zu den Goldmachern und mehr oder weniger betrĂŒgerischen Alchemisten der frĂŒhen Neuzeit zĂ€hlen: Setonius (16./17. Jahrhundert), Heinrich Wagnereck (17. Jahrhundert), Georg Honauer, Johann MĂŒller von MĂŒhlenfels, Christian Wilhelm von Krohnemann (1636–1686), Domenico Manuel Caetano, Anne Marie von Ziegler, Philipp Sömmering, Wenzel Seiler, Johann Konrad Richthausen von Chaos, Sehfeld (auch Seefeld und Seefels) (18. Jahrhundert), Johann Hektor von Klettenberg, Otto Arnold Paykull (1662–1707), der Graf von Saint-Germain, Alessandro Cagliostro (1743–1795)

ArchÀologische Funde

Im Jahr 2010 wurde in einer Abfallgrube an der Nordseite des ehemaligen Franziskanerklosters in der nach Martin Luther (einer der wenigen KirchenmĂ€nner, die die christliche LehrsĂ€tze – wie den der Auferstehung – bestĂ€tigende Alchemie lobtencite-ref-101[101]) benannten Lutherstadt Wittenberg die Reste einer Alchemistenwerkstatt aus der Zeit von 1570 bis 1600 gefunden.cite-ref-102[102]cite-ref-103[103] Es handelt sich um den Ă€ltesten bekannten Fund dieser Art in Europa neben den Resten einer Alchemistenwerkstatt aus dem 16. Jahrhundert, die Ende der 1970er Jahre im österreichischen Oberstockstall gefunden wurden.cite-ref-104[104] Die vielen zerbrochenen Glasphiolen wurden unter Leitung des ArchĂ€ochemikers Christian-Heinrich Wunderlich restauriert und bei einer Ausstellung zur Alchemie im Landesmuseum fĂŒr Vorgeschichte in Halle 2016 prĂ€sentiert.cite-ref-105[105] Es fanden sich viele RĂŒckstĂ€nde von Antimon (die Menge hĂ€tte ausgereicht, die HĂ€lfte der Einwohner des damaligen Wittenberg zu töten) sowie Quecksilber und zum Beispiel die Reste eines kleinen Hundes, den man in einem TongefĂ€ĂŸ erhitzt hatte. Bisher konnte das Labor keinem namentlich bekannten Alchemisten zugeordnet werden; es stammte wahrscheinlich aus dem Umkreis des sĂ€chsischen FĂŒrstenhofes. Besonders Paracelsus und ihm folgende Paracelsisten vertraten in der Pharmazie die Verwendung von „Antimon“ (neben dessen Wirkung als Scheidemittel von Gold).

In der Alchemie wurde Antimon als lupus metallorum durch den Wolf symbolisiert, da es – außer Gold – alle frĂŒher bekannten Metalle verschlang.cite-ref-106[106]

In Oberstockstall fanden sich bei der Ausgrabung 1980 in einer Kirche des Gutes Oberstockstall unter einer Bodenfliese die vergrabenen Reste eines alchemistischen Labors (außer wertvollen MetallgegenstĂ€nden wie Waage und Mörser, die sich nicht mehr fanden), etwa Schalen, Destillierkolben (darunter ein Alembik fĂŒr fallende Destillation aus Glas), Phiolen und Flaschen aus Glas, Reste von ĂŒber 300 Schmelztiegeln, Reste des Schmelzofens (WinddĂŒsen u. a.), Probierscherben und rund 100 Aschkupell, Reste von KupfergegenstĂ€nden (Siebe, BĂŒrsten, Röhren), Knochenreste (wahrscheinlich fĂŒr die Gewinnung von Knochenasche).cite-ref-107[107] Eine SchĂŒssel ließ sich auf 1549 datieren, zwei Kacheln auf etwa 1560, eine MĂŒnze aus der Zeit von Rudolf II. auf nach 1576. HolzstĂŒcke wurden dendrochronologisch auf 1586, 1590 und 1596 datiert. Das Labor lag in den Gewölben der Sakristei der Kirche und hatte Ausblick auf den Hochaltar.

Die Pfarrei (Kirchberg am Wagram) unterstand dem Domkapitel Passau. Die AusgrÀberin Sigrid von Osten fand historische Hinweise auf alchemistisch interessierte Personen in diesem Umkreis, so die Familie von Trenbach, die auch Verbindungen zum Bergbau hatten. Urban von Trenbach war ab 1552 Pfarrherr in Kirchberg und von 1598 an Bischof von Passau. Ein anderer Kandidat war Viktor August Fugger, der seit 1572 Pfarrherr in Kirchberg war und 1586 kurz nach seiner Ernennung zum Abt im Stift Zwettl durch einen Unfall starb, was möglicherweise das Ende des Labors war. Am Portal der Kirche finden sich Fratzen, die an Baphomet-Darstellungen erinnern.

Museen und Ausstellungen

‱ Ausstellung zum Thema Alchemie im Kulturforum Berlin 2017cite-ref-108[108]
‱ „Die Suche nach dem Weltgeheimnis“, Sonderausstellung im Landesmuseum Halle (Saale)cite-ref-109[109]
‱ Alchemie und Kunst in der Stiftung Museum Kunstpalastcite-ref-110[110]
‱ Dauerausstellung „Alchemie in Weikersheim“ auf Schloss Weikersheim zu Wolfgang II. von Hohenlohe

Literatur

Ältere Literatur

‱ Charles Albert Browne: Rhetorical and Religious Aspects of Greek Alchemy. In: Ambix. 2, 1946, S. 129 ff., und 3, 1948, S. 15 ff.
‱ Nicolas Lenglet Du Fresnoy: Histoire de la philosophie hermĂ©tique. AccompagnĂ©e d’un catalogue raisonnĂ© des Ă©crivains de cette science. Paris 1742; Neudruck Hildesheim / New York 1975.
‱ Joachim Tanck (Hrsg.): Promptuarium Alchemiae, Das ist: Vornehmer gelarten Philosophen und Alchimisten Schriffte und Tractat, von dem Stein der Weisen, sammt kĂŒnstlichen Alchimistischen Handgriffen, und bewerten schönen bereittungen allerley Artzneyen. Zwei Teile. J. Popporeich fĂŒr H. Grosse d. Ä., Leipzig 1610.
‱ Martin Ruland: Lexicon alchemiae sive Dictionarium alchemisticum, cum obscuriorum verborum et rerum Hermeticarum, tum Theophrast-Paracelsicarum phrasium. Z. Palthenius, Frankfurt am Main 1612. (Neudruck Hildesheim 1964; (Digitalisat))
‱ Edmund O. von Lippmann: Entstehung und Ausbreitung der Alchemie. 3 BĂ€nde. Teil I–II: Springer, Berlin 1919 und 1931; Teil III: hrsg. von Richard von Lippmann, Weinheim an der Bergstraße 1954.
‱ Karl Christoph Schmieder: Geschichte der Alchemie. 1832. (Herausgegeben und mit einem Vorwort von Marco Frenschkowski neu gesetzte und ĂŒberarbeitete Auflage. Marixverlag, Wiesbaden 2005, ISBN 3-86539-003-X) (Digitalisat).
‱ Hermann Kopp: Die Alchemie in Ă€lterer und neuerer Zeit. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte. 2 BĂ€nde, Winter, Heidelberg 1886, Band 1, Band 2.
‱ E. Ribeaud: Die Alchemie und die Alchemisten in der Schweiz. In: Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Luzern. 2. Heft, 1896/97.
‱ John Ferguson Bibliotheca Chemica. 2 BĂ€nde. James Maclehose, Glasgow 1906 (Bio-Bibliographisches Lexikon), Band 1, Band 2.
‱ GĂŒnther Goldschmidt: Der Ursprung der Alchimie. In: Ciba Zeitschrift. 1938, Nr. 57.
‱ GĂŒnther Goldschmidt: Die mittelalterliche Alchimie. In: Ciba Zeitschrift. 6, 1939, Nr. 65, S. 2234–2267.
‱ Wilhelm GanzenmĂŒller: Die Alchemie im Mittelalter. Paderborn 1938. (Neudruck Hildesheim 1967)
‱ Wilhelm GanzenmĂŒller: BeitrĂ€ge zur Geschichte der Technologie und der Alchemie. Weinheim 1956.
‱ Gustav Friedrich Hartlaub: Der Stein der Weisen. Wesen und Bildwelt der Alchemie. MĂŒnchen 1959 (= Bibliothek des Germanischen National-Museums zur deutschen Kunst- und Kulturgeschichte. Band 12).
‱ Eric John Holmyard: Alchemy. Penguin, Harmondsworth 1957 und 1968.
‱ Titus Burckhardt: Alchemie – Sinn und Weltbild. Walter Verlag, Olten 1960.
‱ Jack Lindsay: The Origins of Alchemy in Greco-Roman Egypt. London 1970.
‱ Stanislaus Klossowski de Rola: Alchemie. Die geheime Kunst. MĂŒnchen 1974.
‱ Johannes Fabricius: Alchemy. The medieval alchemists and their royal art. Kopenhagen 1976.
‱ Hermann Beckh: Alchymie. Vom Geheimnis der Stoffeswelt. Hrsg. von Willem Frans Daems. 3. Auflage. 1942. (Neudruck Dornach 1987)
‱ Gerhard Eis: Von der Rede und dem Schweigen der Alchemisten. In: Deutsche Vierteljahrschrift fĂŒr Literaturwissenschaftliche Geistesgeschichte. Band 25, 1951, S. 415–435; auch in: Gerhard Eis: Vor und nach Paracelsus. Untersuchungen ĂŒber Hohenheims Traditionsverbundenheit und Nachrichten ĂŒber seine AnhĂ€nger. Stuttgart 1965 (= Medizin in Geschichte und Kultur. Band 8), S. 51–73.
‱ Gerhard Eis: Das sozialethische VerantwortungsgefĂŒhl der Alchemisten. In: Akten des XVIII. Internationalen Soziologenkongresses / Actes du XVIIIe CongrĂšs international de sociologie, II. Meisenheim am Glan 1962, S. 244–252.
‱ Harry J. Sheppard: Gnosticism and Alchemy. In: Ambix. Band 6, 1957, S. 86–101.
‱ Harry J. Sheppard: The Origin of the gnostic-alchemical relationship. In: Scientia. 97/56, 1962, S. 146–149.
‱ Harry J. Sheppard: The Ouroboros and the unity of matter in alchemy. A study in origins. In: Ambix. Band 10, 1962, S. 83–96.
‱ Herwig Buntz: Deutsche alchemistische Traktate des 15. und 16. Jahrhunderts. Philosophische Dissertation MĂŒnchen [Verlag Uni-Druck 1968] 1969 (ISBN 978-3-87821-001-6).

Zu den fĂŒhrenden Historikern der Alchemie besonders im arabischen Raum gehörte Julius Ruska (siehe dort angegebene Literatur).


Aktuelle Literatur

‱ Johann Daniel Achelis: Die Überwindung der Alchemie in der paracelsischen Medizin. Heidelberg 1943 (= Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Mathematisch-neturwissenschaftliche Klasse. Jahrgang 1941, 3. Abhandlung).
‱ Jette Anders: 33 Alchemistinnen. Die verborgene Seite einer alten Wissenschaft. Vergangenheitsverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-86408-204-7.
‱ Manuel Bachmann, Thomas Hofmeier: Geheimnisse der Alchemie. Schwabe Verlag, Basel 1999, ISBN 3-7965-1368-9.
‱ Michael Bischoff, Heiner Borggrefe, Vera LĂŒpkes, Michael Zelle (Hrsg.): Alchemie – Magie oder Naturwissenschaft? Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung, Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Lemgo 2022, ISBN 978-3-945776-05-6.
‱ George-Florin Calian: Alkimia Operativa and Alkimia Speculativa. Some Modern Controversies on the Historiography of Alchemy. Annual of Medieval Studies at CEU, 2010. (online)
‱ Allison Coudert: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980; deutsch von Christian Quatmann: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. Scherz Verlag, Bern/MĂŒnchen, Lizenzausgabe fĂŒr Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6.
‱ Reinhard Federmann: Die königliche Kunst. Eine Geschichte der Alchemie. Paul Neff, Wien/Berlin/Stuttgart 1964.
‱ Horst Friedrich: Alchemie: Was ist das? Edition Efodon, Michaelis Verlag, 2002, ISBN 3-89539-608-7.
‱ Helmut Gebelein: Alchemie. Eugen Diederichs, MĂŒnchen 1991. (2. Auflage. ebenda 1996, ISBN 3-424-01062-6).
‱ Helmut Gebelein: Alchemie (= Diederichs kompakt). Kreuzlingen/MĂŒnchen 2004, ISBN 3-7205-2501-5.
‱ Bernhard Dietrich Haage: Das „KunstbĂŒchlein“ des Alchemisten Caspar Hartung vom Hoff. In Abbildung und Transkription herausgegeben und erlĂ€utert (= Litterae. Göppinger BeitrĂ€ge zur Textgeschichte. Band 39). Göppingen 1975.
‱ Bernhard Dietrich Haage: Alchemie im Mittelalter: Ideen und Bilder – von Zosimos bis Paracelsus. Artemis und Winkler, DĂŒsseldorf/ZĂŒrich 1996, ISBN 3-7608-1123-X. (2. Auflage ebenda 2000, ISBN 3-7608-1222-8).
‱ Margareth Hagen, Margery Vibe Skagen: Literature and Chemistry: Elective Affinities. Aarhus University Press, 2. Auflage, 2013.
‱ Daniel Hornfisher: Löwe und Phönix. Das große Handbuch der praktischen Spagyrik und Alchemie. J. Kamphausen, 1998, ISBN 3-591-08432-8.
‱ Guido JĂŒttner, Joachim Telle: Alchemie. In: Lexikon des Mittelalters. Band 1. MĂŒnchen 1978, Sp. 329–342.
‱ Otto KrĂ€tz: 7000 Jahre Chemie: Alchemie, die schwarze Kunst – Schwarzpulver – Sprengstoffe – Teerchemie – Farben – Kunststoffe – Biochemie und mehr. Verlag D. W. Callwey, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-933203-20-1.
‱ Jacques van Lennep: Alchimie. Contribution Ă  l’histoire de l’art alchimique. 2. Auflage. BrĂŒssel 1985.
‱ Stanton J. Linden (Hrsg.): The alchemy reader: From Hermes Trismegistus to Isaac Newton. Cambridge University Press, 2003.
‱ Stanton Marlan: The black sun. The alchemy and art of darkness. College Station : Texas A & M University Press, 2010
‱ Zweder R. W. M. von Martels (Hrsg.): Alchemy Revisited. Proceedings of the International Conference on the History of Alchemy at the University of Groningen 17-19 April 1989. (= Collection de Travaux de l’AcadĂ©mie Internationale d’Histoire des Sciences. Band 33). Brill, Leiden/New York/Kopenhagen/Köln 1990, ISBN 978-90-04-09287-7 (englisch).
‱ Christoph Meinel (Hrsg.): Die Alchemie in der europĂ€ischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte (= WolfenbĂŒtteler Forschungen. Band 32). Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1986, ISBN 3-447-02655-3.
‱ Tara Nummedal: Alchemy and Authority in the Holy Roman Empire. University of Chicago Press, 2007.
‱ Raphael Patai: The Jewish Alchemists. Princeton University Press, 1994.
‱ Emil Ernst Ploß, Heinz Roosen-Runge, Heinrich Schipperges, Herwig Buntz (Hrsg.): Alchimia. Ideologie und Technologie. MĂŒnchen 1970.
‱ Claus Priesner, Karin Figala (Hrsg.): Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft. MĂŒnchen 1998, ISBN 3-406-44106-8.
‱ Claus Priesner: Geschichte der Alchemie. Beck 2011, ISBN 978-3-406-61601-3.
‱ Lawrence M. Principe: The Secrets of Alchemy. University of Chicago Press, 2013.
‱ Alexander Roob: Das hermetische Museum. Alchemie & Mystik. Taschen Verlag, Köln 1996, ISBN 3-8228-8803-6.
‱ Heinrich Schipperges: Alchimia. Auf der Suche nach vergessenen Wissenschaften. In: Eleusis. Band 34, 1979, S. 104–119.
‱ Wolfgang Schneider: Probleme und neuere Ansichten in der Alchemiegeschichte. In: Chemiker-Zeitung. Band 85, 1961, S. 643–651.
‱ Hans-Werner SchĂŒtt: Auf der Suche nach dem Stein der Weisen. Die Geschichte der Alchemie. Beck, MĂŒnchen 2000, ISBN 3-406-46638-9.
‱ Dierk Suhr: Die Alchemisten – Goldmacher, Heiler, Philosophen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2006, ISBN 978-3-7995-0163-7.
‱ Joachim Telle, Sven Hartman: Artikel Alchemie, Teil I von Sven Hartman, Teil II (Historisch) von Joachim Telle, in: Theologische RealenzyklopĂ€die, Band 2, De Gruyter 1978, S. 195–227.
‱ Jörg Völlnagel: Alchemie. Die Königliche Kunst. Hirmer Verlag, MĂŒnchen 2012, ISBN 978-3-7774-6071-0.
‱ Jost Weyer: Die Alchemie im lateinischen Mittelalter. In: Chemie in unserer Zeit. 23. Jahrgang 1989, S. 16 ff.
‱ Michael WĂ€chter: Kleine Entdeckungsgeschichte(n) der Chemie im Kontext von Zeitgeschichte und Naturwissenschaften, Verlag Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 2018, ISBN 978-3-8260-6510-1.
‱ Laurence C. Witten II, Richard Pachella: Alchemy and the Occult. A Catalogue of Books and Manuscripts from the Collection of Paul and Mary Mellon Given to Yale University Library. Band 3/4: Manuscripts 1225–1922. New Haven 1977.

Psychologische und mythologische Interpretation

‱ Mircea Eliade: Schmiede und Alchemisten. 2. Auflage. Klett-Cotta, 1980, ISBN 3-12-932120-9.
‱ Carl Gustav Jung: Psychologie und Alchemie. Gesammelte Werke, Band 12, ISBN 3-530-40712-7.
‱ Carl Gustav Jung: Mysterium Coniunctionis. Gesammelte Werke, Band 14, 3 BĂ€nde. ISBN 3-530-40714-3. (Band 3 von Marie-Louise von Franz, ISBN 3-530-40799-2).
‱ Carl Gustav Jung: Studien ĂŒber alchemistische Vorstellungen. Gesammelte Werke, Band 13, ISBN 3-530-40713-5.

Bibliographien

‱ Volker Fritz BrĂŒning: Bibliographie der alchemistischen Literatur. 3 BĂ€nde, K. G. Saur Verlag, MĂŒnchen 2004–2006:

‱ Band 1: Die alchemistischen Druckwerke von der Erfindung der Buchdruckerkunst bis zum Jahre 1690. 2004, ISBN 3-598-11603-9.
‱ Band 2: Die alchemistischen Druckwerke von 1691 bis 1783. 2005, ISBN 3-598-11604-7.
‱ Band 3: Die alchemistischen Druckwerke von 1784–2004, NachtrĂ€ge, Register. 2006, ISBN 3-598-11605-5.

Weblinks

Wikisource: Alchemie

– Quellen und Volltexte

Wiktionary: Alchemie

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Commons

: Alchemie

– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Online-Lexikon alchemistischer Begriffe
‱ Das Musaeum Hermeticum (Latein, Frankfurt, 1678)
‱ Alchemie, Materialsammlung u. a. mit PrimĂ€rtexten des 16.–18. Jahrhunderts (englisch)
‱ Forschungskreis Alchemie e. V., Artikel zu Geschichte, Philosophie, Laborarbeit und Heilkunde. Außerdem verfĂŒgt der Verein ĂŒber eine umfangreiche Bibliothek mit Originalquellen
‱ Michael Horchler: Geschichtswissenschaftliche EinfĂŒhrung zur Alchemie und Hexenforschung, Historicum.net.
‱ Anke Timmermann: Medieval alchemy, Auswahlbibliographie, in: Marginalia, Cambridge 2004.
‱ Dauerausstellung zur Alchemie in Schloss Weikersheim
‱ Die Veredelung des Niederen zu „Gold“, www.felix-cyano.de
‱ Michael Horchler: Alchemie. historicum.net 2007, abgerufen am 27. Juli 2016.
‱ Beatrice HĂ€rig: Die Steine der Weisen, in: Monumente-Magazin Februar 2019

Anmerkungen

cite-note-11. ↑ FrĂŒhneuhochdeutsches Wörterbuch. Band 1, S. 759 f.
cite-note-22. ↑ Jörg Barke: Die Sprache der Chymie: am Beispiel von vier Drucken aus der Zeit zwischen 1574–1761. (= Germanistische Linguistik. Band 111). TĂŒbingen 1991, S. 174 und öfter.
cite-note-33. ↑ Herwig Buntz: Alchemie. In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 30–31, hier: S. 30.
cite-note-44. ↑ Johann HĂŒbner (Hrsg.): Curieuses und reales Natur-, Kiunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungslexicon [
] Leipzig 1712 und 1717 (jeweils Stichwort „Alchymia“).
cite-note-55. ↑ Vgl. Helmut Gebelein: Das Element Feuer in Haushalt und Familie. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und frĂŒher Neuzeit. Sigmaringen 1991, ISBN 978-3-7995-4156-5, S. 137–151, hier: S. 140.
cite-note-66. ↑ Herwig Buntz: Alchemisten im Dienst des Bischofs Peter Philipp von Dernbach (1672–1683). In: WĂŒrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 3, 1985, S. 335–353, hier: S. 335–334.
cite-note-77. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 10 (zur Alchemie als „vermeintliche Goldmacherkunst“).
cite-note-88. ↑ Vgl. etwa Wilhelm Hassenstein, Hermann Virl: Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und BĂŒchsenmeisterei. Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und ErlĂ€uterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, MĂŒnchen 1941, S. 65 („Willst du ein gutes BĂŒchsen-Pulver machen [
]. Und das ist die allerbeste Lehre, die man in der ganzen Alchimie finden kann.“) und 102.
cite-note-99. ↑ Vgl. etwa Ursula Klein: Verbindung und AffinitĂ€t. Die Grundlegung der neuzeitlichen Chemie an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert. BirkhĂ€user Verlag, Berlin 1994, S. 177 ff.
cite-note-1010. ↑ Jack Lindsay: The origins of alchemy in Greco-Roman Egypt. London 1970.
cite-note-1111. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 10 (zur Vermutung, dass das mittellateinische Wort alchimia vom griechischen chemeia, der Lehre vom Feuchten, dem „Urgrund“ möglicherweise, abzuleiten sei).
cite-note-1212. ↑ Heinrich Schipperges: Historische Konzepte einer Theoretischen Pathologie. Handschriftenstudien zur Medizin des spĂ€ten Mittelalters und der frĂŒhen Neuzeit. Berlin / Heidelberg / New York / Tokio 1983 (= Veröffentlichungen aus der Forschungsstelle fĂŒr Theoretische Pathologie der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Ohne Bandzahl), S. 65.
cite-note-1313. ↑ Nach dem griechischen Wörterbuch von Liddell-Scott sind beide synonym, Eintrag in Liddle-Scott
cite-note-1414. ↑ Laut Kluge gehört „Chemie“ zu griechisch χύΌα „Guss“, woraus griechisch-lateinisch chymia entstand und daraus deutsch „Chymie“. Das griechische Fremdwort war zu den Arabern gelangt und wurde zu al-kÄ«mijā, woraus durch spanische Vermittlung französisch alchemie und deutsch alchamei, alchemie und alchimei entstanden. Die Form Ï‡Î·ÎŒÎ”ÎŻÎ±, woher „Chemie“ stammt, beruht auf der gleichen Aussprache von η und Ä« im spĂ€teren Griechisch. Siehe Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unverĂ€nderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 117 (Chemie) und 257 f. (gießen, zur Wurzel *chy- in chĂ©ein „gießen“ und in cheĆ©ma, wofĂŒr spĂ€ter chĂœama „Guss“ stand, sowie in chylĂłs „Saft“).
cite-note-1515. ↑ Laut Hofmann gehört „Chemie“ zu griechisch χέω „gieße“ und Ï‡Î”áżŠÎŒÎ± „Guss, Fluss“, woraus spĂ€ter gleichbedeutend χύΌα wurde, wovon sich in Bezug auf eine damit bezeichnete Metallmischung, deren Grundbestandteil Blei war, Ï‡Ï…ÎŒÎ”ÎŻáŸ± [Ï‡Î·ÎŒÎ”ÎŻáŸ±] ableitet. Siehe Johann Baptist Hofmann: Etymologisches Wörterbuch des Griechischen. R. Oldenbourg Verlag, MĂŒnchen 1950, S. 416.
cite-note-1616. ↑ Syed Mahdihassan: Alchemy in the light of its names in Arabic, Sanskrit and Greek. In: Janus. Band 49, 1960, S. 79–100.
cite-note-1717. ↑ Helmut Gebelein: Das Element Feuer in Haushalt und Familie. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und frĂŒher Neuzeit. Sigmaringen 1991, ISBN 978-3-7995-4156-5, S. 137–151, hier: S. 139.
cite-note-1818. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 29–31, 53 und 161–165.
cite-note-1919. ↑ Michela Pereira: The alchemical corpus attributed to Raymond Lull. (= The Warburg Institute Surveys and Texts. 18). Warburg Institute, London 1989.
cite-note-2020. ↑ Helmut Kahnt: Das große MĂŒnzlexikon von A bis Z (2005), S. 19/20
cite-note-2121. ↑ Carl Christoph Schmieder: Handwörterbuch der gesammten MĂŒnzkunde (1811), S. 16
cite-note-2222. ↑ Dietrich Brandenburg: Alchemie und Medizin. Zur Heilmittellehre der Antike und des islamischen Mittelalters. In: Medizinische Monatsschrift. Band 28, 1974, S. 531–535, und Band 29, 1975, S. 25–28.
cite-note-2323. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 177 und öfter.
cite-note-2424. ↑ Ernst Darmstaedter: Arznei und Alchemie. Paracelsus-Studien. Leipzig 1931.
cite-note-2525. ↑ Arthur John Hopkins: Alchemy, Child of Greek Philosophy. New York 1967.
cite-note-2626. ↑ Edmund O. von Lippmann: Chemisches und Alchemisches aus Aristoteles. In: Archiv fĂŒr Geschichte der Naturwissenschaften. 2/3, 1910/1912, S. 234–300.
cite-note-271. Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 65–67.
cite-note-282. Vgl. auch Fritz LĂŒdy-Tenger: Alchemistische und chemische Zeichen. Berlin 1928; Neudruck WĂŒrzburg 1973.
cite-note-2929. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 9, 66–67 und 102–128.
cite-note-3030. ↑ Vgl. auch Julius Evola: La tradizione ermetica. Casa editrice Giuseppe Laterza & figli, Bari 1931; deutsch: Die Hermetische Tradition. Von der alchemistischen Umwandlung der Metalle und des Menschen in Gold. EntschlĂŒsselung einer verborgenen Symbolsprache. Ansata-Verlag, Interlaken 1989, ISBN 3-7157-0123-4.
cite-note-3131. ↑ Vgl. Guido JĂŒttner: Alchemie. III: Verfahren und GerĂ€te. In: Lexikon des Mittelalters. Band 1, Sp. 333–335, hier: S. 334.
cite-note-3232. ↑ Lexikon des Mittelalters. Band 1, Sp. 334, und Band 3, Sp. 735–736.
cite-note-3333. ↑ Herwig Buntz: Die europĂ€ische Alchemie vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. In: Emil Ernst Ploß, Heinz Roosen-Runge, Heinrich Schipperges, Herwig Buntz (Hrsg.): Alchimia. Ideologie und Technologie. MĂŒnchen 1970, S. 119–210.
cite-note-3434. ↑ Vgl. etwa [Anonymus:] Vers-Bild-Allegorie vom Mercurius philosophorum (15. Jh.) In: Joachim Telle: Sol und Luna. Literar- und alchemiegeschichtliche Studien zu einem altdeutschen Bildgedicht. HĂŒrtgenwald 1980 (= Schriften zur Wissenschaftsgeschichte. Band 2), S. 130.
cite-note-3535. ↑ Vergleiche hierzu auch die DualitĂ€t anderer religiöser und spiritueller Systeme, etwa dem Yin und Yang im Daoismus oder dem Ida und Pingala im Ayurveda und Yoga
cite-note-3636. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 187, 107, 204–207 und öfter.
cite-note-3737. ↑ Vgl. Herwig Buntz: Die europĂ€ische Alchimie vom 13. bis zu, 18. Jahrhundert. In: Emil Ernst Ploß, Heinz Roosen-Runge, Heinrich Schipperges, Herwig Buntz (Hrsg.): Alchimia. Ideologie und Technologie. MĂŒnchen 1970, S. 119–210.
cite-note-3838. ↑ Rainer Rudolf: Alchymey teuczsch. In: Verfasserlexikon. 2. Auflage. Band 1 (1978), Sp. 209.
cite-note-3939. ↑ Joachim Telle: Alchemie II. In: Theologische RealenzyklopĂ€die. Band 2. De Gruyter, 1978, S. 208.
cite-note-4040. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 9–11, 72, 102–103 und 126–128.
cite-note-4141. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 102–103 und 177–178.
cite-note-4242. ↑ Vgl. auch Bernhard Milt: Chemisch-alchemistische Heilkunde und ihre Auswirkungen. In: Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in ZĂŒrich. Band 98, 1953, S. 178–215.
cite-note-4343. ↑ Vgl. Lucien Braun: Paracelsus: Alchemist – Chemiker – Erneuerer der Heilkunde. Eine Bildbiographie. ZĂŒrich 1988, S. 83.
cite-note-4444. ↑ Helmut Gebelein: Das Element Feuer in Haushalt und Familie. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und frĂŒher Neuzeit. Sigmaringen 1991, ISBN 978-3-7995-4156-5, S. 137–151, hier: S. 143, vgl. auch S. 148 („Die alchemistische Arbeit war weitgehend Arbeit mit dem Element Feuer“).
cite-note-4545. ↑ Rudolf Schmitz: Der Arzneimittelbegriff der Renaissance. In: Rudolf Schmitz, Gundolf Keil: Humanismus und Medizin. Acta humaniora, Weinheim 1984 (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission fĂŒr Humanismusforschung. Band 11), ISBN 3-527-17011-1, S. 1–21, hier: S. 15 (zitiert).
cite-note-4646. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 103.
cite-note-4747. ↑ Jörg Barke: Die Sprache der Chymie: am Beispiel von vier Drucken aus der Zeit zwischen 1574–1761 (= Germanistische Linguistik. Band 111). TĂŒbingen 1991.
cite-note-4848. ↑ Berend Strahlmann: Der Chemiker im Wandel der Zeiten. Verlag Chemie, Weinheim 1972, S. 92.
cite-note-4949. ↑ Das erste Lehrbuch der Chemie: Andreas Libavius‘ Alchemia (Frankfurt, 1597), ETH-Bibliothek 2019
cite-note-5050. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 61–63 und öfter.
cite-note-5151. ↑ Daher auch im Englischen Mercury (neben quicksilver) fĂŒr Quecksilber
cite-note-5252. ↑ Jost Weyer: Die Alchemie im lateinischen Mittelalter. In: Chemie in unserer Zeit. 23. Jahrgang, 1989, S. 16 ff.
cite-note-5353. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. S. 44.
cite-note-5454. ↑ Gustav Friedrich Hartlaub: Goethe als Alchemist. In: Euphorion. 3. Folge, 48, 1954, S. 19–40 (Digitalisat (PDF) aus dem archiv.ub.uni-heidelberg.de)
cite-note-5555. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 130–165 und 151–153.
cite-note-5656. ↑ Syed Mahdihassan: Alchemy with the egg as its symbol. In: Janus. 63, 1976, S. 133–153.
cite-note-5757. ↑ Johann Jakob Bachofen: Mutterrecht und Urreligion. Unter Benutzung der Auswahl von Rudolf Marx hrsg. von Hans G. Kippenberg. 1927. (6. Auflage. Stuttgart 1984, S. 21–42: Das Ei als Symbol)
cite-note-5858. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 131–139.
cite-note-5959. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 70–71 und 72–93 (Das RĂ€tsel als Fachsprache), hier insbesondere 70–74.
cite-note-6060. ↑ Harald Tausch: Erinnerungen an das irdische Paradies. Persien und die Alchimie bei Paul Fleming und Adam Olearius. In: Was ein PoĂ«te kan! Studien zum Werk von Paul Fleming (1609–1640). De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-027877-4, S. 389, Fußnote 74.
cite-note-6161. ↑ Vgl. Joachim Telle: Zur spĂ€tmittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen Alchemia medica unter besondere BerĂŒcksichtigung von Joachim Tanck. In: Rudolf Schmitz, Gundolf Keil (Hrsg.): Humanismus und Medizin. Acta humaniora, Weinheim 1984 (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission fĂŒr Humanismusforschung. Band 11), ISBN 3-527-17011-1, S. 139–157, hier: S. 142–144.
cite-note-6262. ↑ Vgl. dazu auch Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 80–82.
cite-note-6363. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 245–254.
cite-note-6464. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. 1992, S. 128.
cite-note-6565. ↑ Udo Benzenhöfer: Johannes’ de Rupescissa „Liber de consideratione quintae essentiae omnium rerum“ deutsch. Studien zur Alchemia medica des 15. bis 17. Jahrhunderts mit kritischer Edition des Textes (= Heidelberger Studien zur Naturkunde der frĂŒhen Neuzeit. Band 1). Steiner, Wiesbaden/Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05388-3 (Zugleich Philosophische Dissertation, UniversitĂ€t Heidelberg, 1988), S. 182 (Distillatorium, bei dem das Destillat wieder auf das Destillationsgut zurĂŒcktropft) und 185 (Geschirr).
cite-note-6666. ↑ Paul Diepgen: Das Elixir. Die köstlichste der Arzneien. C. H. Boehringer Sohn, Ingelheim am Rhein 1951, S. 17 f. und 43 f.
cite-note-6767. ↑ Vgl. Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 48–54.
cite-note-6868. ↑ Joachim Telle: Zur spĂ€tmittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen Alchemia medica unter besondere BerĂŒcksichtigung von Joachim Tanck. In: Rudolf Schmitz, Gundolf Keil (Hrsg.): Humanismus und Medizin. Acta humaniora, Weinheim 1984 (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission fĂŒr Humanismusforschung. Band 11), ISBN 3-527-17011-1, S. 139–157, hier: S. 145–146.
cite-note-6969. ↑ Opus magnum. In: Claus Priesner, Karin Figala: Alchemie. Lexikon einer hermetischen Wissenschaft. MĂŒnchen 1998, S. 261.
cite-note-7070. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 43–50 und 90–91.
cite-note-7171. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 48–49.
cite-note-cgj268-7272. ↑ Carl Gustav Jung: Gesammelte Werke. Psychologie und Alchemie. 7. Auflage. ZĂŒrich 1994, S. 268.
cite-note-7373. ↑ Vgl. etwa Dietlinde Goltz, Joachim Telle, Hans J. Vermeer: Der alchemistische Traktat „Von der Multiplikation“ von Pseudo-Thomas von Aquin. Untersuchungen und Texte (= Sudhoffs Archiv. Beiheft 19), Steiner, Wiesbaden 1977, ISBN 3-515-02589-8.
cite-note-7474. ↑ Michelspacher Cabala: Spiegel der Kunst und Natur. 1615.
cite-note-7575. ↑ Vgl. Guido JĂŒttner: Alchemie. III: Verfahren und GerĂ€te. In: Lexikon des Mittelalters. Band 1, Sp. 333–335, hier: S. 334.
cite-note-7676. ↑ George Ripley: Liber Duodecim Portarum. In: Theatrum Chemicum. Band III, Straßburg 1659, S. 797 ff.
cite-note-7777. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 49–60.
cite-note-7878. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 8 und 12.
cite-note-7979. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 108–112.
cite-note-8080. ↑ Meyrink und das theomorphische Menschenbild (Memento vom 12. September 2007 im Internet Archive)
cite-note-8181. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 50–51, 78 und 83–84.
cite-note-8282. ↑ Lazarus Zetzner: Theatrum Chemicum. Straßburg 1661.
cite-note-8383. ↑ Heinrich Jamsthaler: Viatorum spagyricum. Frankfurt am Main 1625.
cite-note-8484. ↑ Heinrich Nollius: Theoria philosophiae hermetica. Hanau 1617.
cite-note-8585. ↑ Murray Stein: Transformation: Emergence of the Self. Princeton University Press, 1989, S. 101.
cite-note-8686. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 149–161.
cite-note-8787. ↑ Joachim Telle: Zur spĂ€tmittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen Alchemia medica unter besondere BerĂŒcksichtigung von Joachim Tanck. In: Rudolf Schmitz, Gundolf Keil (Hrsg.): Humanismus und Medizin. Acta humaniora, Weinheim 1984 (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission fĂŒr Humanismusforschung. Band 11), ISBN 3-527-17011-1, S. 139–157, hier: S. 144–150.
cite-note-8888. ↑ Vgl. auch Lexikon des Mittelalters. Band 6, Sp. 1650 (Panacee).
cite-note-8989. ↑ Mircea Eliade: Schmiede und Alchemisten. Herder, 1992.
cite-note-9090. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 111–113 (zur Kontemplation der Monas Hieroglyphica und zur Rosenkreuzer-Bewegung), 124–128 (zur „Kraft des Menschen, Gott zu werden“) und 176–177.
cite-note-9191. ↑ Carl Gustav Jung: „Dem leider zu frĂŒh verstorbenen Herbert Silberer kommt das Verdienst zu, der erste gewesen zu sein, die geheimen FĂ€den, die von der Alchemie zur Psychologie des Unbewußten laufen, entdeckt zu haben.“ Mysterium conjunktionis. Band 2, Olten 1956.
cite-note-9292. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 153–156 und 176.
cite-note-9393. ↑ Carl Gustav Jung: Gesammelte Werke. 13. Band, 1978: Studien ĂŒber alchemistische Vorstellungen. Darin: „Die Visionen des Zosimos“ von 1938/1954.
cite-note-9494. ↑ Vgl. auch Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 166–178 (Transmutation – das psychische Drama der Selbstfindung).
cite-note-9595. ↑ Carl Gustav Jung: Gesammelte Werke. 12. Band, 1972/1980: Psychologie und Alchemie. 1944/1952. Darin „Traumsymbole des Individuationsprozesses“, 1936 und „Die Erlösungvorstellungen in der Alchemie“ von 1937.
cite-note-9696. ↑ Vgl. etwa Joachim Telle: Zur spĂ€tmittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen Alchemia medica unter besondere BerĂŒcksichtigung von Joachim Tanck. In: Rudolf Schmitz, Gundolf Keil (Hrsg.): Humanismus und Medizin. Acta humaniora, Weinheim 1984 (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission fĂŒr Humanismusforschung. Band 11), ISBN 3-527-17011-1, S. 139–157.
cite-note-9797. ↑ Vgl. auch Rudolf Schmitz: Alchemie und Pharmazie in der Renaissance. In: Pharmazeutische Zeitung. Band 103, 1958, S. 329–333.
cite-note-9898. ↑ W. J. Wilson: An alchemical manuscript by Arnaldus de Bruxella. In: Osiris. Band 2, 1936, S. 220–405.
cite-note-9999. ↑ Vgl. etwa Uwe Junker: Das „Buch der Heiligen Dreifaltigkeit“ in seiner zweiten, alchemistischen Fassung (Kadolzburg 1433) (= Arbeiten der Forschungsstelle des Instituts fĂŒr Geschichte der Medizin der UniversitĂ€t zu Köln. Band 40). Medizinische Dissertation Köln 1986.
cite-note-100100. ↑ Vgl. auch Bruce T. Moran: The Alchemical World of the German Court. Occult Philosophy and Chemical Medicine in the Circle of Moritz of Hessen (1572–1632). Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1991 (= Sudhoffs Archiv. Beiheft 29), ISBN 3-515-05369-7. – Digitalisat.
cite-note-101101. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher's Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 122–124.
cite-note-102102. ↑ Christoph Seidler: Die Giftmischer von Wittenberg. In: Spiegel Online. 17. MĂ€rz 2016. Hier wird es in die Zeit von 1520 bis 1540 datiert.
cite-note-103103. ↑ Weltgeheimnis entschlĂŒsselt. Christian-Heinrich Wunderlich im GesprĂ€ch mit Anke Schaefer. In: Deutschlandradio Kultur. 24. November 2016. Wunderlich datiert es hier 1570 bis 1600.
cite-note-104104. ↑ Der Alchemist von Oberstockstall und seine vielen RĂ€tsel, Kultur und Wein. AusgrĂ€berin war Sigrid von Osten
cite-note-105105. ↑ Sonderausstellung Alchemie (Memento vom 13. Januar 2017 im Internet Archive), Landesmuseum fĂŒr Vorgeschichte, Halle, 25. November 2016 bis 5. Juni 2017.
cite-note-106106. ↑ Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 157–158.
cite-note-107107. ↑ Werner Soukup, Sigrid von Osten: Das Alchemistenlaboratorium von Oberstockstall. Ein Vorbericht zum Stand des Forschungsprojekts. In: Mitteilungen der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Fachgruppe Chemie. Band 7, 1992 (PDF)
cite-note-108108. ↑ Ausstellung zum Thema Alchemie im Kulturforum Berlin 2017
cite-note-109109. ↑ Alchemie „Die Suche nach dem Weltgeheimnis“, Sonderausstellung im Landesmuseum Halle (Saale)
cite-note-110110. ↑ Alchemie und Kunst in der Stiftung Museum Kunstpalast (Memento vom 23. April 2017 im Internet Archive)